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LU-Ebbecke
Weitere Bilder zum Bericht "Live dabei: Grassilageernte erster Schnitt" aus Lohnunternehmen Juli 2008

Aktuelle Ausgabe

Titel-082008
Lohnunternehmen
August 2008

 
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Lohnunternehmerin Maria Nagel
 

Tagebucheintrag Nr. 10 vom 17. Juli 2008:

Außenarbeiten:
Die letzten Tage waren durch die Getreideernte und das unbeständige Wetter sehr stressig. Am Dienstag haben wir die letzte Gerste gedroschen und Mittwochnachmittag noch schnell Stroh in Quaderballen gepresst. Und natürlich sind wir schon wieder auf den Stoppeln am Güllefahren. Hier wird nach der Gerste in vielen Fällen Futtergras als Zwischenfrucht gesät, welches dann zweimal geschnitten wird - einmal im Herbst und einmal im Frühjahr. Anschließend wird auf diesen Flächen Mais angebaut.

Büro:
Wir haben unsere Rechnungsschreibung auf einen 14tägigen Rhythmus umgestellt - zum 1. und 15. des Monats -, bisher haben wir nur alle 4 Wochen Rechungen rausgeschickt. In unserer Veredelungsregion vergeben die Landwirte sehr viele Arbeiten und da waren die Rechnungsbeträge im alten Rhythmus oft sehr hoch und durch die vielen Posten sehr lang und unübersichtlich.

wir-geben-immer-alles
Auch in nächster Nähe zur Windkraftanlage will die Gerste gedroschen werden.

Nachtessen-nach-dem-Dresche
Nach der Arbeit bekommen bei Maria Nagel alle Mitarbeiter noch etwas zu essen - egal wie spät es ist.

Außerdem habe ich die Erfahrung gemacht, dass kleine Rechnungsbeträge meist schneller bezahlt werden als große und manche ihre Rechnungen auch erst zahlen, wenn die nächste schon auf dem Tisch liegt.

Gedanken:
In den Zeiten, wo bei uns bis spät abends oder nachts gearbeitet wird, ist es bei uns Gewohnheit, dass alle Mitarbeiter, wenn sie nach hause kommen, von mir noch etwas zu essen bekommen. Wir sitzen dann zusammen und tauschen uns über den Tag aus. Ich finde dies sehr wichtig und schön, da  so alle auf dem Laufenden bleiben und die Männer nach einem anstrengenden und langen Tag Zeit und Gelegenheit zum „Abschalten“ haben.

Freizeit:
Vor zwei Wochen hatten wir Besuch von meiner Verwandtschaft aus Kanada.  Im September 2007 waren wir drei Wochen in Kanada und haben sie dort auf ihrem landwirtschaftlichen Betrieb besucht.

1959 mit 50 ha und 6 Kühen angefangen, bewirtschaften meine Verwandten  dort mittlerweile 5000 ha mit 220 Milchkühen plus Nachzucht. Nun waren die Kanadier hier und auch mein Mann konnte es genießen, da es ihm mittlerweile wieder sehr gut geht. Geplant ist, dass wir im nächsten Jahr erneut nach Kanada reisen. Es ist faszinierend, wie viel unsere Verwandten dort geleistet haben und was sie sich aufgebaut haben. Allgemein sind die Menschen dort viel zufriedener als hier und das, obwohl sehr viel gearbeitet wird.

Termine:
Am Montag kommt unsere neue Sämaschine, mit ihr werden wir auch zum ersten Mal Gras als Zwischenfrucht säen. Wir werden dies mit verschiedenen Bodenbearbeitungsvarianten ausprobieren. Am liebsten wäre uns die Mulchsaat, aber da müssen wir erst einmal schauen, ob es große Probleme mit Nachauflauf gibt und wie die Landwirte darauf reagieren. Wir sind sehr gespannt darauf, wie die Flächen im Herbst aussehen.

 

Besuch-aus-Kanada
Maria Nagel und ihr Mann Heinz hatten Besuch von Verwandten aus Kanada, die übrigens regelmäßig das Lu-web Frauentagebuch lesen!

Viele Grüße nach Kanada!


Tagebucheintrag Nr. 9 vom 19. Juni 2008:

Außenarbeiten:
Der 2. Grasschnitt ist bei uns schon wieder durch. Vor 14 Tagen haben wir damit angefangen. Das ganze in 2 Schüben, da eine Regenperiode dazwischen kam. Jetzt stehen nur noch ein paar kleine Aufträge an.
Eines unserer beiden 19 m³Güllefässer ist momentan ununterbrochen in der Gülleausbringung in den Maisbeständen im Einsatz.
Nebenbei sind unsere Mitarbeiter dabei, unsere drei Mähdrescher vorzubereiten. Ich schätze, dass die Getreideernte hier in 3 bis 4 Wochen losgeht.

Büro:
Die Ackerschlagkarteien sind immer noch nicht alle fertig. Bis zum 30. Juni habe ich Aufschub bekommen. Ich habe noch einige Termine mit Landwirten, die mir ihre Sachen vorbeibringen. Leider sind viele Landwirte in diesen bürokratischen Dingen immer etwas langsam und nachlässig…

Steckenpferd-Gülle-im-Mais
Das Steckenpferd des Lohnunternehmens Nagel: die Gülleausbringung.

mit-Mitarbeitern-nach-neuen
Viel Zeit wurde in die Suche nach einer Sämaschine inverstiert.

Außerdem bin ich mit Blick auf das Ende des Wirtschaftsjahres am 30.6 viel mit der Pflege der Güllebörse-Datenbank beschäftigt. Es muss nachgewiesen werden wohin die Gülle geflossen ist und wo wir sie abgeholt haben. Ich trage dies laufend in Excel-Tabellen ein, nun muss alles in die Datenbank eingepflegt werden.

Gedanken:
Wir haben sehr viel Zeit mit der Suche nach einer neuen Sämaschine verbracht. Wir haben viel zusammengesessen, verglichen und diskutiert. Im Endeffekt müssen aber die Männer mit der Maschine arbeiten und sie nach außen hin verkaufen, daher habe ich versucht ihnen nicht zu viel reinzureden. Schlussendlich ist es eine Drillmaschine von Kuhn und eine 6 m Scheibenegge geworden. Für die Scheibenegge haben wir uns entschieden, da man mit dieser mehr Fläche schafft. In unserer Veredelungsregion ist großer Bedarf für solche Arbeiten und unser erstes Angebot der Saatbettbereitung im Frühjahr wurde gut angenommen. Für uns ist diese Arbeit  allerdings Neuland und ich bin gespannt, wie alles klappen wird.

Freizeit:
Ich sehe meine Arbeit auch ein bisschen als meine Freizeit an. Das Erstellen von Ackerschlagkarteien und Düngebilanzen als Dienstleistung für die Landwirte und der damit verbundene Kontakt zu den Menschen macht mit großen Spaß. Dieser Service von mir wird von vielen gerne angenommen, da den landwirtschaftlichen Buchstellen oft die praktische Erfahrung fehlt und der Landwirtschaftskammer aufgrund ihrer gleichzeitigen  Kontrollfunktion oft misstraut wird.

Termine:
Am 27.Juni ist der LU-Tag in Nordrhein-Westfalen. Ich weiß noch nicht genau, ob ich es zeitlich schaffe, dort hinzugehen. Außerdem interessiere ich mich nicht so sehr für die anderen LU-Betriebe und Maschinen wie die Männer. Das Treffen der anderen Lohnunternehmer/innen ist andererseits eine schöne Sache.

der-erste-Drescher-wurde-sc
Mit Blick auf die bevorstehende Getreiderente werden die Mähdrescher schnon einmal vorbereitet.


 

Tagebucheintrag Nr. 8 vom 23. Mai 2008:

Büro:
Das große Rechnungsschreiben ist so gut wie abgeschlossen. Diesen Part übernimmt meine Schwiegertochter.
Ich bin jetzt dabei die Ackerschlagkarteien der Kunden zu bearbeiten. Diese müssen bis zum 15.6. fertig sein. Die Gülleberechnung nimmt überdies einen großen Anteil meiner Arbeit ein. Wir als ein an einer Güllebörse angeschlossener Betrieb müssen kalkulieren, ob unsere Kunden überhaupt noch Gülle aufnehmen dürfen, weil wir sie nicht überliefern dürfen. Hier bekomme ich Unterstützung von unserem Mitarbeiter André Terhart.

Außenarbeiten:
Der erste Grasschnitt ist geerntet. Zurzeit werden lediglich noch ein paar Quaderballen für kleinere landwirtschaftliche Betriebe und Pferdehalter gepresst.

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Das Anlegen der Maisversuchsfläche zog sich bis in den Abend hinein.

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Heinz Nagel erklärt Maria, wie der neue Wickler funktioniert.

Zum ersten Schnitt ziehen wir folgendes Fazit: Trotz relativ hohem Aufwuchs durch die warmen Tage im Mai, blieben die Erträge weit hinter den Erwartungen zurück. Der April war einfach zu kalt.
Wir häckseln ausschließlich. Das Abfahren übernehmen in der Regel die Kunden, allerdings mit Anhängern von uns.
Unser neues Angebot „Saatbettbereitung“ wurde sehr gut angenommen. Da wir aber eine Scheibenegge statt wie hier meist üblich eine Kreiselegge genommen haben, geht nun die große Umfrage los, ob es den Kunden gefallen hat.
Das Maisdrillen ist so gut wie abgeschlossen. Jetzt werden noch ein paar Fehlstellen „geflickt“ an denen aus irgendeinem Grund die Maisdrille nicht sauber gelegt hat. Dafür nutzen wir eine alte 4-reihige Maisdrille, bei der die Säaggregate einzeln ausgehoben werden können.
Wir haben unser Maisversuchstück angelegt. Letztendlich sind es nun 24 Sorten geworden. Von jeder Firma wurden zwei Sorten gedrillt, eine frühe und eine späte.

Freizeit:
Im letzten Monat ist die Freizeit etwas zu kurz gekommen. Im Betrieb gab es einfach zuviel zu tun.

Termine:
Am 9. Mai hat ein Mitarbeiter seine Silberhochzeit gefeiert. Wir haben um 17 Uhr unseren Betrieb abgeschlossen, gefeiert und am nächsten Tag wieder um 10 Uhr begonnen. Es kommt wirklich selten vor, dass ein solches Fest ansteht und in diesem Fall musste ich den Kunden absagen. Die meisten haben mit Verständnis reagiert.
Pfingsten hatten wir Schützenfest im Ort. Und mein Sohn fragte auf diesem Fest seine Freundin auf der Bühne vor allen Gästen, ob sie ihn heiraten möchte! Sie hat „Ja“ gesagt! Daraufhin musste mein Sohn natürlich erstmal allen einen ausgeben… Ich selbst war nicht vor Ort, wurde aber nachts um 12 telefonisch informiert. Fazit: Es steht eine Hochzeit an.

Gedanken:
So schön die Feiertage für unsere Mitarbeiter sind, so unschön sind sie für uns Arbeitgeber. Unverständlich ist für mich die unterschiedliche Anzahl von Feiertagen in den einzelnen Bundesländern. In Nordrhein-Westfalen gibt es z.B. zwei mehr als in Niedersachsen. Gestern hatten unsere Mitarbeiter durch „Fronleichnam“ einen Tag frei und dann haben die meisten für heute einen Brückentag angehängt. Also sehe ich sie erst nächste Woche wieder.

3
Die erste Schnitt der Grassilageernte ist abgeschlossen.


Tagebucheintrag Nr. 7 vom 18. April 2008:

Büro:
Unser Netzwerk läuft. An jedem Telefon steht nun ein Laptop. Jeder Mitarbeiter hat Zugriff auf den aktuellen Terminkalender. Meine Tochter hat das Netzwerk eingerichtet. Die Daten werden über einen Adapter über die Stromleitung im Haus geschickt. Das ist eine tolle und vor allem einfache Lösung!
Unser Mitarbeiter Andre Terhart kümmert sich im Büro hauptsächlich um die Güllevermittlung und hat sich bereits gut eingearbeitet. Wenn es eng wird, hilft er auch als Fahrer bei den Außenarbeiten mit.
Unser Bauantrag für das Güllelager ist erstmal abgelehnt worden, da unser Gewerbebetrieb als „nicht-privilegiert“ im Außenbereich liegt. Alle Stellen, die für die Genehmigung gehört werden mussten, finden unser Bauvorhaben gut. Der Kreis hat sich leider trotzdem gegen die Genehmigung entschieden, weil wir im Außenbereich sind. Wir hoffen allerdings, dass wir durch die Unterstützung der Wasserkooperation und den Stadtwerken, zu einer Lösung kommen.

netzwerk
Das neue Netzwerk läuft über die Stromdose!

Scheibenegge
Erstmals wird zur Saatbettvorbereitung im Mais eine Scheibenegge eingesetzt.

Außenarbeiten:
Gülle, Gülle, Gülle. So kann man die Außenarbeiten der letzten Wochen in unserem Betrieb zusammenfassen. Durch die nasse und kalte Witterung haben wir bislang noch keinen Mais legen können. Wenn das Wetter nun besser wird, müssen wir sehr schlagkräftig Mais drillen, weil alle Kunden am liebsten sofort bedient werden möchten. D.h. 14 Tage wird unsere Maisdrille rund um die Uhr laufen. Dazu kommen noch Bodenbearbeitung und Gülleausbringung. Da wird es eng, was unsere Maschinenausstattung angeht. Deshalb habe ich einen Schlepper hinzugemietet. Unsere Aushilfskräfte sind informiert, dass wir sie ab nächste Woche benötigen, wenn die Aussaat beginnt.
Erstmals haben wir für die Saatbettvorbereitung für den Mais eine Scheibenegge im Einsatz. Wir wollen ausprobieren, wie dieses Verfahren von unseren Kunden angenommen wird.

Freizeit:
Ich bin erst seit zwei Tagen aus der Kur zusammen mit meinem Mann zurück gekehrt. Die Zeit hat uns beiden sehr gut getan. Mein Mann ist wieder vollständig gesund, darüber bin ich sehr glücklich.

Termine:
Wir legen in der nächsten Woche einen Streifenversuch für Mais an. Insgesamt werden 22 Sorten gelegt. Im September werden wir unsere Kunden dann zu einer Feldbegehung einladen. Die Versuche führen wir schon seit über 20 Jahren durch.

Gedanken:
Ich bin froh, dass meine Kinder und die Mitarbeiter alle so gut und vor allem eigenverantwortlich mitarbeiten. Als ich aus der Kur wiedergekommen bin, war mein Schreibtisch quasi leer. Wir sind stolz auf unser Team!

Häcksler
Wenn auf dem Acker nicht gearbeitet werden kann, geht es in der Werkstatt an die Reparatur der Maschinen.


Tagebucheintrag Nr. 6 vom 28. März 2008:

Freizeit:
Ich bin zur Zeit zusammen mit meinem Mann auf Kur. Wir sind in Reichshof-Eckenhagen bei Olpe. Uns gefällt es hier im bergischem Land und wir erholen uns gut. Letzte Woche hatten wir sogar eine geschlossene Schneedecke von ca. 15 cm. Karfreitag hat uns unsere Tochter Maike besucht.

Büro:
Meine zukünftige Schwiegertochter managt das Büro für mich solange ich weg bin. Sie macht die Buchführung, schreibt die Rechnung und macht am Ende des Monats die Löhne.
Herr Terhart, der in der Widereingliederung bei uns ist, arbeitet sich in das Metier „Gülle“ ein und übernimmt die Güllevermittlung für mich. Außerdem ist er in meiner Abwesenheit für alle Dinge, die den Bau des Güllelagers betreffen mehr oder weniger zuständig. Wenn möglich, übernimmt Herr Terhart aber auch einige Arbeiten in der Werkstatt. In allen Dingen wird er aber durch die anderen Mitarbeiter unterstützt.

Andrè-Terhart-informiert-si
Mitarbeiter André Terhart informiert sich über Güllebehälter.

 

Maisbeizen,-ausnahmsweise-n
Das Maisbeizen macht zur Zeit einen großen Teil der Arbeit im Lohnunternehmen aus.

Außenarbeiten:
Das Güllefahren ist in den letzten 2 Wochen so langsam ausgeklungen. Durch den vielen Regen ist das Befahren der Flächen zur Zeit möglich.
Wir sind im Moment genug mit dem Maisbeizen beschäftigt. Letztes Jahr haben wir bereits einen Teil für die Genossenschaft mitgebeizt, dieses Jahr übernehmen wir das Beizen komplett. Wenn wir für die Genossenschaft beizen, müssen die Säcke vorher und nachher gewogen werden, damit auch genau das rausgeht was reinkommt. Wenn wir für uns beizen, dann mischen wir direkt so, wie die Landwirte es haben wollen. Meine Philosophie ist es mehrere Sorten miteinander zu mischen. Die Vorteile dabei sind 1. man kann extremen Witterungsbedingungen entgegen wirken 2. durch Mischung verschiedener FAO Zahlen habe ich ein größeres Erntefenster 3. durch die gleiche Mischung auf allen Flächen sind auch die Inhaltsstoffe im Silo gleich, so ist für den Landwirt nur eine Probe zur Grundfutteranalyse notwendig. Ich mische im allgemeinen 3-5 Sorten die im letzten Jahr in den LSV an oberer Stelle standen. Mit dieser Arbeit sind wir einige Zeit beschäftigt, da es sich um ca. 1500-2000 Säcke handelt .

Gedanken:
Meine Tochter Maike ist zur Zeit dabei ein Firmennetzwerk einzurichten. Wir wollen an jedem Telefon auch einen Computer stehen haben, von dem aus auf den Auftragskalender zugegriffen werden kann. So kann jeder, wenn eine telefonische Anfrage kommt, direkt in den Kalender gucken und sehen, ob noch Kapazitäten frei sind oder nicht. Bisher haben wir das mit Anfragen- bzw. Auftragszetteln geregelt und da blieb es nicht aus, dass auch mal eine Anfrage verloren ging oder jemand vergessen wurde. Wir hoffen, dass wir das auch den nicht so computerliebenden Mitarbeitern nahebringen können. So gebe ich einen Teil meiner Kompetenzen an die Mitarbeiter weiter. Hiermit entlaste ich mich selbst und kann auch in der Saison zu den Kunden fahren außerdem bin ich dann nicht so an das Telefon gefesselt.

Termine:
Mein Schwiegersohn hat einen neuen Schweinemaststall für 900 Schweine gebaut. Zur Einweihung fand ein „Tag des offenen Stalles“ statt. Die Baufirmen, Genossenschaften, Futtermittelhersteller und einige kleine Unternehmen haben ausgestellt. Ich habe die Gelegenheit genutzt, um auch für unser Lohnunternehmen und unser Nährstoffmanagement zu werben.

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Den "Tag des offenen Stalles" bei ihrem Schwiegersohn nutzte Maria Nagel, um für ihr Nährstoffmannagement zu werben. 


Tagebucheintrag Nr. 5 vom 29. Februar 2008:

Büro:
Bis zum 31.3 müssen spätestens die Düngebilanzen für das letzte Jahr fertig sein. Daher habe ich jeden Tag Termine mit Kunden, hier bei uns im Büro oder auch bei den Kunden zuhause.
Die endgültige Maisbestellung habe ich letzte Woche rausgeschickt. Wir haben dieses Jahr leicht mehr Saatgut verkauft. Dieses hat verschiedene Gründe: Zum einen habe einige Landwirte ihre Milchviehherden vergrößert, zum anderen machen die Biogasanlagen sich leicht bemerkbar. Außerdem konnte durch den nassen Herbst auf einigen Flächen kein Wintergetreide mehr gesät werden, stattdessen wird dort im Frühjahr Mais gedrillt.

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Enkel Bastian hilft beim Staubsauger reparieren.

 

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Nach der Arbeit wird bei Scheinwerferlicht noch das Güllefass repariert.

Außenarbeiten:
Unsere Fahrer haben in den letzten zwei Wochen nur Gülle gefahren Wir haben 2 Güllefässer und 1 Zubringerfass. Heute sind wir endlich mit dem Güllefahren fertig. Da ich für das Güllemanagement zuständig bin, war ich hiermit in der letzten Zeit sehr eingespannt. 

Gedanken:
Im Moment habe ich viel zu viel um die Ohren und möchte bei der Arbeit etwas entlastet werden. Ein Mitarbeiter, der eine zeitlang aus gesundheitlichen Gründen ausfiel, kommt bald zurück in das Lohnunternehmen. Dieser soll auf Dauer das Güllegeschäft managen. Er weiß, was draußen abläuft und kennt die Kunden.

Im Büro übernimmt meine Schwiegertochter in spe immer mehr Arbeit. Sie macht die Rechnungen und die Buchhaltung. Ich möchte mich selber mehr um die Landwirte und die Erstellung der Düngebilanzen kümmern.

Termine:
Durch das kurze Zeitfenster zum Güllefahren und der familiären Situation habe ich es dieses Jahr leider nicht zu der Kreisversammlung sowie der Mitgliederversammlung des Landesverbandes der Lohnunternehmer geschafft.
Letzte Woche hatten wir einen Termin mit einem Berater von der Landwirtschaftskammer, bei dem es um den Bau des Güllelagers ging. Wir rechnen in den nächsten Wochen damit, die Genehmigung zum Bau zu bekommen.

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Maria Nagel im Gespräch mit einem Berater der Landwirtschaftskammer. 


Tagebucheintrag Nr. 4 vom 1. Februar 2008:

Büro:
Im Moment erstelle ich Tag für Tag Gülleberechnungen und Düngebilanzen für unsere Kunden. Außerdem weise ich meine zukünftige Schwiegertochter in die Büroarbeit ein.
Jetzt beginnt auch die Zeit, in der ich das Maissaatgut verkaufe. Ich besuche ungefähr 50 Landwirte, berate sie und verkaufe ihnen das Saatgut. Für die Kundenbesuche bin ich eine gute Woche unterwegs.

Außenarbeiten:
Seit Mitte Januar sind Gülletransport und -ausbringung die hauptsächlichen Arbeiten im Lohnunternehmen. Am 16., 17. und 18. Januar haben die Männer damit angefangen. Dann kam allerdings so viel Regen, dass sie durch die viel zu nassen Bodenverhältnisse aufhören mussten.

Büroarbeit
Im Büro wird Maria Nagel immer öfter von Jasmin Kamp, der Freundin ihres Sohnes, unterstützt.

 

Gülle-fahren
Durch die viel zu nassen Bodenverhältnisse gehen die Güllearbeiten nur schleppend voran.

Gedanken:
Im Dezember hatte mein Mann einen Spontanpneumothorax. Das Loch in der Lunge, was dadurch entstanden ist, wollte nicht mehr verkleben und war inoperabel. Seitdem hatte er eine Drainage in der Lunge die den Unterdruck aufrecht erhielt. Am 16. Januar hat er eine neue Lunge bekommen. Zum Glück hat er alles sehr gut überstanden, worüber ich sehr froh bin. Nachhause kommt er jedoch erst in 6 bis 8 Wochen, da er nach dem Klinikaufenthalt noch eine Reha bekommt. Dass alles soweit gut verlaufen ist, war einer der Höhepunkte des letzten Monats.

Freizeit:
Durch die Kundenbesuche und die Arbeit im Büro ist meine Freizeit im Moment so stark eingeschränkt, dass ich es leider noch nicht einmal schaffe, meinen Mann jeden Tag im Krankenhaus zu besuchen.
Die Jagdsaison ist seit 31.12 vorbei. Jetzt jagt man höchstens noch Füchse oder Kaninchen. Gelegentlich schaffe ich es am Samstagvormittag mit zur Fuchsjagd zu gehen.

Termine:
Am 15. Januar fand unsere jährliche Mais-Informations-Veranstaltung statt, die wir seit fast 20 Jahren durchführen, seit 2 Jahren gemeinsam mit der Raiffeisen. Dieser Termin ist ein fester Bestandteil in der Terminplanung vieler unserer Kunden. Es kommen meist 80 bis 100 Landwirte. Dr. Ludger Laurenz von der LWK Coesfeld kommt jedes Jahr, berichtet über die Maiserträge und Landessortenversuche des letzten Jahres und gibt Sortenempfehlungen.
In diesem Jahr war zusätzlich Dr. Achim Röver von Monsanto da. Das Saatgutunternehmen hat hier in der Gegend eine Zuchtstation und u.a. auch ein Versuchsfeld mit GVO-Mais, der resistent gegen den Maiszünsler und Maiswurzelbohrer ist. Er hat den Landwirten ein paar Argumentationshilfen gegenüber der Bevölkerung bezüglich gentechnisch veränderten Mais mitgegeben. In einer veredelungs- und biogasstarken Region wie unserer, wäre ein Befall durch den Maiswurzelbohrer fatal, denn ohne Mais geht hier gar nichts.

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Zur jährlichen Mais-Informations-Veranstaltung waren wieder zahlreiche Landwirte erschienen.


Tagebucheintrag Nr. 3 vom 03. Januar 2008:

Büro:
Im Büro mache ich zurzeit den internen Jahresabschluss für den Betrieb. Dafür werte ich einige Excel-Tabellen aus und bespreche mit den Mitarbeitern, welche Dienstleistungen gut und welche nicht so positiv gelaufen sind. Ergebnis 2007: Wir sind zufrieden mit dem Jahr, es gibt aber immer noch genug Potential, das ausgeschöpft werden kann. Im Bereich der Gülle konnten wir uns verbessern, Strohpressen und Mähdrusch sind hingegen unsere Sorgenkinder. Diese Dienstleistungen müssen wir allerdings anbieten, weil unsere Kunden einen Rundum-Service von uns verlangen. In diesen beiden Bereichen versuchen wir deshalb, die Investitionen auf ein Minimum zu reduzieren und kaufen gebrauchte Technik.

Außenarbeiten:
Unsere Mitarbeiter sind derzeit mit der Bodenbeprobung beschäftigt. Sie setzten dafür einen Quad ein. In der Regel wird eine Probe pro 3 ha gezogen.

Maria Nagel 2
Was hat Maria Nagel da im Visier?

 

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Am 19.12. waren Maria Nagels Jagdkollegen zu Besuch.

Gedanken:
Ich habe nach 2 Monaten nur einen einzigen Rückruf von einem Hersteller von der Agritechnica hinsichtlich unseres geplanten Güllelagers bekommen. Dieser hat mir dann auch ein Angebot geschickt. Ansonsten hat sich keiner gemeldet. Den anderen Herstellern, die ich dort besucht habe, musste ich hinterher telefonieren. Das ist enttäuschend.
Unsere Mitarbeiter haben auch im letzten Jahr wieder super im Betrieb mitgearbeitet. Ich bin froh, dass alle an einem Strang ziehen und vor allem selbstständig arbeiten. Für unseren Betrieb sind die Mitarbeiter das größte Kapital!

Freizeit:
Am 19.12. hatte ich meine Jagdkollegen zu Gast. Wir haben eine Schnepfe, einen Fuchs, 7 Hasen, ein Kaninchen und 13 Fasanenhähne erlegt.
Weihnachten habe ich mit meinen 4 Kindern, Anhang und einem Enkelkind gefeiert. Da war das Haus voll und natürlich ordentlich was los. Sylvester (u.a. mein Geburtstag) habe ich spontan mit zehn Personen auch bei uns zu Hause gefeiert.

Unser Haus ist oftmals ein Treffpunkt für die ganze Familie. Hier kommen alle zusammen.
Die Weihnachtsfeier mit den Mitarbeitern und Anhang war einfach toll. Die Männer haben in den Kochlöffel geschwungen: Es gab Schnitzel in den unterschiedlichsten Varianten. Wir hatten viel Spaß und es war sehr lecker!

Termine:
Am 16. Januar beginnt bei uns die neue Güllesaison. Die ersten Kundenaufträge laufen derzeit bei uns ein. Vor unserem Zubringerfass wird dann unser neuer 180 PS Schlepper von Deutz eingesetzt.

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Auf der Weihnachtsfeier haben die Männer die Frauen bekocht. 


Tagebucheintrag Nr. 2 vom 12. Dezember 2007:

Büro:
Im Büro bin ich gerade dabei, die letzten Rechnungen der abgelaufenen Saison zu schreiben. Außerdem erstelle ich im Moment sehr viele Düngebilanzen im Kundenauftrag für das letzte Wirtschaftsjahr, da die Landwirte jetzt wieder die Zeit haben, sich um solche Dinge zu kümmern. Hierfür bin ich viel unterwegs, um die dafür benötigten Informationen einzuholen.

Außenarbeiten:
Unsere Mitarbeiter sind im Moment fast ausschließlich damit beschäftigt, die Maschinen zu säubern. Ansonsten herrscht totale Ruhe. Ein Mitarbeiter besucht zurzeit alle Kunden.

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Maria Nagel bespricht den Bau des Güllelagers mit ihrem Architekten.

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Die Mitarbeiter waschen die letzten Maschinen, bevor sie eingewintert werden

Dort werden Weihnachtsgeschenke verteilt und Gespräche darüber geführt, wie das Jahr gelaufen ist und ob bei unseren Arbeiten zu beanstanden war. Als Geschenk gibt es dieses Jahr Taschenrechner, Schreibblock mit Firmenlogo und Kugelschreiber. Wir fahren zu jedem Umsatzkunden, selbst wenn er nur 50 € Umsatz gebracht hat.

Gedanken:
Auf der Agritechnica habe ich in Hinblick auf den geplanten Bau eines Güllelagers, mehrere Hersteller angesprochen und nach Angeboten angefragt. Es ärgert mich, dass ich noch keine einzige Antwort auf meine Anfragen habe. Es scheint so, als würde man so etwas einer Frau nicht zutrauen. Aufgrund der Anfragen der Männer, die sich auf der Messe mit Sätechnik beschäftigt haben, sind hingegen schon einige Vertreter hier gewesen.

Freizeit:
Zweimal die Woche mache ich Gymnastik. Außerdem gehe ich wie eh und je einmal die Woche auf Jagd. Nach der Arbeit sitzen wir oft alle zusammen und besprechen wie der Tag gelaufen ist und was als nächstes anliegt. 

Termine:
Es fand ein Gespräch mit einem Architekten, indem es um den Bau der Güllelagerung ging, statt.
Im Moment laufen Verkaufsverhandlungen für Schlepper und Maschinen. Und dann steht noch die Weihnachtsfeier unseres Lohnunternehmens vor der Tür. Wir werden ca. 18 Personen sein. In diesem Jahr werden die Männer für die Frauen kochen, die Idee eines Mitarbeiters.

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In der Weihnachtsbäckerei...


Tagebucheintrag Nr. 1 vom 8. November 2007:

Büro:
Die Saison 2007 ist im Lohnunternehmen so gut wie abgeschlossen. Der monatliche Abschluss muss bis zum 10. des Monats fertig gemacht werden. Ich beschäftige mich nun wieder intensiv mit den Ackerschlagdateien der Kunden, für die ich die Dokumentation mache. Ich besuche sie und hole die letzten Informationen ein, die ich benötige.

Außenarbeiten:
Wir haben zum ersten Mal Sonnenblumen für einen Kunden gehäckselt. Das hat sehr gut funktioniert. Unsere Mitarbeiter sind nun dabei die Maschinen zu waschen und für die nächste Saison fit zu machen. Das ist eine schmutzige Arbeit. Wir müssen die Maschinen aber auch durchsehen.

Büro2
Für über 50 Kunden führt Maria Nagel die Ackerschlagdatei: "Viele unserer Kunden haben keine Zeit und oftmals auch keine richitge Lust dazu."

Organisation-vor-Ort
Auch das ist Maria Nagels Tagesgeschäft: Das Briefing der Mitarbeiter.

Die Reparaturen übernehmen unsere Mitarbeiter selbst, da sie alle ausschließlich gelernte Landmaschinenmechaniker sind.

Gedanken:
Die Pachtpreise liegen in unserer Veredelungsregion bei über 1000 Euro. Schuld ist die fehlende Fläche. Jetzt kommen auch noch die Biogasanlagen hinzu und konkurrieren um die Fläche. Wir halten unseren landwirtschaftlichen Kunden die Stange. Würden wir uns auf Biogasanlagen einlassen, wären wir unsere landwirtschaftlichen Kunden sofort los.

Freizeit:
Zurzeit gehe ich einmal in der Woche auf Jagd. Das ist mein Hobby. Ich bin gerne draußen und genieße die Ruhe.

Termine:
Die Agritechnica steht vor der Tür. Die Männer werden sich natürlich die neue Technik anschauen.
Ich werde mich dort intensiv mit dem Bereich Güllelagerung beschäftigen. Wir planen ein Güllelager mit insgesamt 6000 m³ Kapazität. Dazu gehören dann auch eine Annahme und eine Gülleseparation. In der Seperation der Gülle sehen wir noch viel Potential. Was man im Endeffekt mit diesem Material macht, können wir noch nicht genau sagen. Fest steht aber, dass der Feststoff noch sehr viel Energie enthält, die man nutzen kann.

Sonnenblumen
Wenn neue Dienstleistungen angeboten werden (hier Sonnenblumen häckseln) macht Maria Nagel sich ein Bild vor Ort: "Ich muss dem Kunden später diese Dienstleistung am Telefon verkaufen - also muss ich auch wissen, wie das Ganze abläuft."


Vorstellung der LU-Web-Tagebuch Autorin Maria Nagel

Geb. Silvester 1956 in Borken – Grütlohn auf landw. Veredelungsbetrieb

Werdegang:

  • 1973 Fachoberschulreife
  • 1973-75 Landw. – Hauswirtschaftliche Lehre
  • 1978 Heirat (Heinz Nagel, LU Raesfeld)
  • 1979 – 84: 4 (nette) Kinder
  • ständige Besuche VHS-Computer Kurse und LU-Seminare
  • 2003 GüKg-Schein

Aufgaben im Betrieb:

  • Buchhaltung
  • Kundenbetreuung
  • Mitarbeiterführung
  • Disposition
  • Güllevermittlung

portrait

Lohnunternehmerin Maria Nagel führt seit 1978 mit ihrem Mann und seit 2 Jahren mit ihrem Sohn den Familienbetrieb und ist für das Büro zuständig. Mit 6 Festangestellten werden sämtliche landwirtschaftliche Dienstleistungen bis auf Rüben-, Kartoffelernte und Pflanzenschutz durchgeführt. Hauptstandbein des Betriebes ist die Gülleausbringung. Das Unternehmen liegt in Raesfeld (Kreis Borken) in Nordrhein-Westfalen. Diese Region zeichnet sich durch eine sehr hohe Viehdichte und viele Biogasanlagen aus.
Ein großer Arbeitsbereich von Maria Nagel ist das Management der Güllebörse. „Wir haben vor 60 Jahren mit der Gülleausbringung als Dienstleistung begonnen. Dieser Bereich war immer ein Steckenpferd des Betriebes. Durch die verschärfte Gesetzgebung mit Stickstoffhöchstmengen bei der Ausbringung, haben wir mit unseren Kunden schon vor Jahren begonnen, die Gülle zu poolen. Wir haben die Gülle von Landwirten, die zuviel hatten, zu Kunden gefahren, die noch Kapazität frei hatten“, so Maria Nagel. Heute ist der zertifizierte Betrieb Nagel an die Güllebörse NRW angeschlossen. Dort trägt Maria Nagel die Mengen ein, die sie makelt.

Für den Kunden dokumentieren

Im Winter erledigt Maria Nagel die Dokumentationsarbeiten als Dienstleistung für ihre landwirtschaftlichen Kunden, die im Wasserschutzgebiet angesiedelt sind. Diese sind verpflichtet, jede durchgeführte Maßnahme pro Schlag aufzuzeichnen. „Die Landwirte wollen sich mit diesem Thema am liebsten gar nicht befassen. Deshalb habe ich mir überlegt, dass ich diese Arbeiten für sie übernehmen kann“, so Maria Nagel. Insgesamt betreut sie viele Kunden in drei Wasserschutzgebieten. „50 % der Landwirte haben ihre Daten gut im Griff und können sie mir ohne Probleme zusenden. Bei den anderen muss man schon mal nachhaken“, meint Maria Nagel. Dieser Aufgabenbereich wächst, denn die Kunden haben weniger Zeit, sich mit der Dokumentation aus einander zu setzen. „Diese Arbeit ist für mich eine tolle Winterbeschäftigung“, freut sich Maria Nagel.

Guten Service bezahlen lassen

„Wir müssen sehr viel Technik vorhalten, um unsere Kunden ihren Wünschen entsprechend bedienen zu können. Unsere Milchbauern wollen, dass wir um 9 Uhr mit der Silage anfangen und nachmittags um 18 Uhr fertig sind, damit sie anschließend noch melken können“, so Maria Nagel. Ihre Kunden fahren mit eigenen Fahrzeugen ab. Das habe für sie den Vorteil, dass sie weder die Technik zum Abfahren noch die Fahrer für die Siloernte vorhalten müsse: „Der Landwirt muss allerdings bereit sein, mir einen angemessen Häckselpreis zu zahlen. Unser Preis setzt sich aus der Fläche und der Zeit zusammen. Das bedeutet im Endeffekt, dass jeder Kunde einen eigenen Häckselpreis erhält. Ich möchte mich nicht mit den Preisen abheben, sondern meinen Kunden einen besonderen Service bieten, den sie mir dann auch gerne bezahlen“, beschreibt Maria Nagel abschließend das Erfolgsrezept des Betriebes.


Hier lesen Sie, was bei den anderen LU-Frauen passiert ist:

Tanja Mücke

Elisabeth Heller

Ulrike Grote

 

LU-Nagel



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08.11.2007 - Plischke
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