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Redaktion-Spezial

LU-Ebbecke
Weitere Bilder zum Bericht "Live dabei: Grassilageernte erster Schnitt" aus Lohnunternehmen Juli 2008

Aktuelle Ausgabe

Titel-082008
Lohnunternehmen
August 2008

 
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Lohnunternehmerin Tanja Mücke
 

Tagebucheintrag Nr. 8 vom 27. Juni 2008:

Termine:
Mein Mann und ich waren auf den DLG Feldtagen im thüringischen Buddelstedt. Dort haben uns vor allem die nachwachsende Rohstoffe, Gräser und auch die Getreidesortenversuche interessiert. Ich bin in diesem Jahr das erste Mal dort gewesen, es hat sich für mich sehr gelohnt. Gerade was den Bereich nachwachsende Rohstoffe angeht, habe ich einige für mich neue Informationen mitnehmen können. Überdies haben wir mit einigen Herstellern über Siliermittel speziell für den Einsatz für Biogasanlagensilage gesprochen.

In unserem Betrieb steht in der nächsten Woche eine Prüfung der Sozial- und Rentenversicherung an. Diese wird turnusgemäß alle 5 Jahre durchgeführt. Ich bin gerade dabei, die Unterlagen dafür vorzubereiten

GPS-Silage
Das Lohnunternehmen Mücke häckselt Ganzpflanzensilage für Biogasanlagen.

Ausflug-2.-Klasse-Maren
Die Schulklasse von Maren Mücke ließ ihren Schulausflug bei Mückes ausklingen.

Büro:
Die Bewerbungsgespräche haben wir abgeschlossen, die Entscheidung wurde von uns auch schon getroffen und der Ausbildungsvertrag vorbereitet. Zum 01.08. werden wir einen neuen Auszubildenden zur Fachkraft Agrarservice einstellen. Den Schriftverkehr, sprich Schulanmeldung etc., habe ich soweit vorbereitet. Unser zukünftiger Azubi hat einen landwirtschaftlichen Hintergrund, denn sein Vater arbeitet in einer Agrargenossenschaft und er hat darüber hinaus schon in landwirtschaftlichen Betrieben mitgearbeitet.

Freizeit:
Unsere Kunden laden zurzeit an den Wochenenden zu ihren jährlichen Hoffesten ein. Zum Teil werden wir gebeten, einige unserer Maschinen auf diesen Festen auszustellen. Für uns ist dies auch eine Möglichkeit, unseren Betrieb nach außen darzustellen und aktive Kundenbindung zu betreiben. Die 2. Klasse unserer Tochter Maren machte letzte Woche einen Wandertag. Den Abschluss machten sie bei uns auf dem Hof, wo wir gemeinsam gegrillt haben.

Außenarbeiten:
In den letzten Tagen haben wir GPS-Silage für Biogasanlagen gehäckselt.
Unseren Big M bauen wir zurzeit auf Mulchgeräte um, weil wir ab dem 01. Juli die Stilllegungsflächen mulchen dürfen.
Der zweite Silageschnitt läuft im Moment und die Erträge sind besser als wir befürchtet hatten. Bei uns hat es in den letzten 14 Tagen immer wieder Regenschauer und Gewitter gegeben, so dass sich das Gras noch gut entwickeln konnte. Seit dem 15.6. mähen wir für einige Kunden auf extensiv genutzten Flächen Heugras.

Gedanken:
In diesem Jahr pressen wir zum ersten Mal Stroh für Biogaskunden. In unserer Region wird Ende nächster Woche die Wintergerstenernte beginnen. Unsere neue Quaderballenpresse ist noch nicht geliefert worden. Vereinbart mit dem Hersteller war Ende Juni. Jetzt hoffen wir, dass die Maschine nächsten Montag auf dem Hof steht…

Reparatur-Luzerne-Schwader
Der zweite Silageschnitt ist in vollem Gange. Da fällt auch schon einmal eine Reparatur an.


Tagebucheintrag Nr. 7 vom 06. Juni 2008:

Termine:
Mein Mann hat sich mit einigen unserer Mitarbeiter und Kunden beteiligt, eine Molkerei in Sachen zu  bestreiken, um für faire Milchpreise zu demonstrieren. Sie haben sich am Sonntag auf unserem Betriebsgelände getroffen, sind dann geschlossen mit 7 Traktoren ins 90 km entfernte Leppersdorf gefahren und haben die Zufahrten einer Molkerei blockiert. Die Aktion hat im Endeffekt 3 Tage und 2 Nächte gedauert. Damit hatten sie allerdings nicht gerechnet und so mussten wir Wechselkleidung und Schlafsäcke mit dem Auto zu den Männern bringen. Die Verpflegung hat der Bund Deutscher Milchviehhalter (BDM) übernommen. Auch viele Anwohner haben die Aktion unterstützt. Insgesamt eine tolle Aktion!

Milchstreik-Leppersdorf
LU Timo Mücke hat zusammen mit einigen Kunden eine Molkerei in Leppersdorf blockiert.

Grillen-mit-Familie
Zwischen dem ersten und zweiten Schnitt ist wieder etwas mehr Zeit für die Familie.

Büro:
Im Büro liegen zurzeit keine besonderen Arbeiten an. Ich habe damit begonnen, die ersten Auswertungen für den ersten Schnitt zu berechnen. Außerdem sind wir dabei neue Verträge mit unseren Kunden auszuhandeln. Diese sehen vor, dass zukünftig der Dieselpreis stärker berücksichtigt wird. Ohne diese neue Klausel im Vertrag kommen wir aufgrund des zurzeit stark steigenden Dieselpreises nicht mehr zurecht.

Freizeit:
Zwischen dem ersten und dem zweiten Schnitt hatten wir für eine Woche etwas Luft. Die Zeit habe ich genutzt, um mit den Kindern nach Oschatz ins Erlebnis-/Freibad zu fahren. Das Wetter hat dafür super gepasst!

Außenarbeiten:
Wir sind am letzten Wochenende mit dem ersten Gras- und Luzerneschnitt fertig geworden. Insgesamt hat der erste Schnitt ca. vier Wochen gedauert. Zurzeit werden die Maschinen durchgesehen und repariert. Am Wochenende werden wir voraussichtlich mit dem zweiten Schnitt anfangen.

Gedanken:
Die Erträge des ersten Schnitts waren gut und unsere Kunden sind sehr zufrieden. Für den Ernteablauf war die Witterung optimal, denn wir konnten nach und nach ohne große Unterbrechung unsere Aufträge ausführen. Jetzt warten wir allerdings dringend auf Regen. Bis auf punktuelle Gewitterniederschläge hat es in unserer Region nämlich seit Wochen nicht geregnet. Wenn es weiter so trocken bleibt, wird der zweite Schnitt wohl nicht so gut ausfallen.

Luzerne-schwaden-mit-USA-Te
Der erste Schnitt endete am letzten Wochenende mit der Luzerneernte.


Tagebucheintrag Nr. 6 vom 09. Mai 2008:

Außenarbeiten:
Wir befinden uns mitten in der Grassilage, hinzu kommt außerdem das Silieren von Grünroggen für Biogasanlagen. In dieser Zeit sind alle Maschinen voll im Einsatz. Da einer unserer Fahrer Vater geworden ist, übernimmt mein Mann zurzeit seinen Part, was für mich bedeutet, dass ich seine Arbeiten mit übernehme.
Arbeitsbeginn ist 6 Uhr morgens, in der Werkstatt wartet jeder Mitarbeiter seine „eigene“ Maschine, vor Einsatz auf dem Feld. 

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Im Lohnunternehmen Mücke dreht sich zur Zeit alles um die Grasssilagernte.

Einweisung-Krone-Schwader
Einweisung in den Krone- Schwader

Büro:
Vom Büro aus übernehme ich die Ablauf- und Arbeitsorganisation der Maschinen und Mitarbeiter sowie das anschließende Rechnungsschreiben. Wenn mein Mann selber eine Maschine führt, erledige ich außerdem die Ersatzteilbeschaffung und fahre unsere Mitarbeiter zu ihren Einsatzorten

Gedanken:
Wir sind sehr froh, dass das Wetter momentan so beständig ist, da es bisher mit den Außenarbeiten witterungsbedingt nur schleppend voran ging. Mit dem Abschluss des Maislegens schließt sich jetzt der erste Schnitt der Grassilage direkt an. Pfingsten wird für uns ein sehr arbeitsintensives Wochenende, unsere Mitarbeiter ziehen alle an einem Strang und  sind bereit, auch über die Feiertage zu arbeiten.

Termine:
Mein Mann wird im September diesen Jahres 40,  was gemeinsam mit unserem 10jährigen Firmenjubiläum im Oktober gefeiert wird. Hierfür habe ich schon die ersten Vorkehrungen getroffen. Ich möchte die Einladungen frühzeitig verschicken, da viele Freunde und Geschäftspartner eingeladen werden. 

Freizeit:
Da die Grassilage schon begonnen hatte, war ich allein mit den Kindern am 1. Mai  in Baden-Württemberg zur traditionellen Maiwanderung, an der sich mehrere Familien beteiligten und anschließend gemeinsam grillten.

Maiwanderung-Grillen
Am 1. Mai stand die traditionelle Maiwanderung in Baden-Württemberg an.


Tagebucheintrag Nr. 5 vom 04. April 2008:

Außenarbeiten:
Wir sind noch dabei, Grünland nach zu säen. Immer wenn die Witterung es zulässt, sind die Männer auf den Feldern. Dazu kommt zurzeit die Ausbringung von abgepresstem Gärsubstrat aus Biogasanlagen mit dem Miststreuer.
Durch einen kurzen Wintereinbruch vor Ostern, mussten wir doch noch an drei Tagen Salz streuen. Wir beginnen mit dem Winterdienst immer gegen 4 Uhr, denn spätestens gegen halb 8 müssen die Flächen unseren Kunden eisfrei sein. Nun sollte der Winter eigentlich passé sein…

Werkstatt:
Unsere neue Maislegemaschine ist endlich geliefert worden. Die Fahrer wurden in die neue Technik eingewiesen.

Außenarbeiten
Neben der Ausbringung von Gärtsubstrat liegt das Nachsäen von Grünlandflächen im Lohnunternehmen Mücke an.

Werkstatt_Mücke
Bei den Ersatzteillieferungen aus der Winterbestellung kam es in diesem Jahr zu erheblichen Verzögerungen.

Büro:
Die Investitionen für das Jahr 2008 sind soweit unter Dach und Fach. Jetzt hoffen wir, dass alle Maschinen auch, wie von den Herstellern versprochen, rechtzeitig geliefert werden. Bis auf die allgemeinen Arbeiten fällt deshalb im Büro zurzeit nichts Besonderes an.

Gedanken:
Im letzten Jahr hatten wir Anfang April schon bei einigen Kunden den ersten Grassilageschnitt angefangen. In dieser Saison werden wir wahrscheinlich Mitte April beginnen.
Was uns sehr erschreckt, ist die Tatsache, dass wir erst in dieser Woche die Ersatzteile aus unserer Winterbestellung erhalten haben. Am Ende haben wir täglich beim Händler angerufen und nachgefragt, wann die Teile endlich kommen. Der Händler hat die Verantwortung auf den Hersteller geschoben. Letztendlich ist es uns egal, wer die Verantwortung dafür trägt. Schlecht wäre es für uns gewesen, wenn der erste Schnitt in diesem Jahr wieder so früh gewesen wäre.

Wir haben unsere Maschinen zum Teil schon zerlegt für den Einbau der neuen Verschleißteile. Wären diese nicht gekommen, hätten wir die alten Teile wieder einbauen müssen, um überhaupt arbeiten zu können.

Termine:
Mein Mann wird für eine Woche einen ehemaligen Kunden besuchen, der nach Amerika ausgewandert ist und dort momentan eine Milchviehanlage für 5000 Kühe baut. Er möchte sich dort die Luzerneernte anschauen und sehen, wie dort die Logistik aufgebaut ist. Hier bei uns in der Region ist die Luzerne auch ein Thema. Wir selbst arbeiten schon seit drei Jahren mit amerikanischer Schwadtechnik. Und ab und zu ein paar Tipps von den Kollegen aus dem Ausland einzuholen und etwas dazu zu lernen, kann ja nicht schaden.

Freizeit:
Nach Ostern waren wir noch einmal eine Woche mit der ganzen Familie Ski fahren in Scheffau/Wilder Kaiser. Das war wohl die letzte Chance auf ein bisschen Ruhe vor Beginn der Saison.

Skifahren
Die freie Zeit nach Ostern wurde für einen letzten Ski-Urlaub vor Beginn der Saison genutzt.


Tagebucheintrag Nr. 4 vom 07. März 2008:

Büro:
Wir sind gerade dabei unsere neue Web-Site zu erstellen und haben uns vorgenommen, dass diese online gehen soll, bevor die neue Saison richtig startet. Die Texte und Bilder für die Seite liefern mein Mann und ich, ein Bekannter stellt die Seite dann zusammen und online.
Wir werden einen neuen Auszubildenden zum August einstellen und suchen zusätzlich einen neuen Mitarbeiter. Insgesamt haben wir um die 30 Bewerbungen bekommen. Diese werden jetzt gesichtet und dann Vorstellungsgespräche vereinbart. In Sachsen gibt es nicht viele freie Stellen, so dass unser Stellenangebot sich sehr schnell über Mundpropaganda verbreitet hat.
Ein Rundschreiben an Landwirte, die für eine Biogasanlage Gras, Mais und Getreide für GPS anbauen ist versendet worden. In diesem Schreiben stellen wir unseren Betrieb den Landwirten vor, weil wir für diese neue Biogasanlage erstmals die Arbeiten durchführen.

web-site-erstellen1
Die neue Homepage soll noch vor der Saison online gehen. Tanja und Timo Mücke (links) sind für Texte und Bilder zuständig, Tobias Pflicke stellt die Seite online.

Osterbasteln1
Die Vorbereitungen auf das Osterfest laufen auf Hochtouren. Ostereier färben mit den Kindern, hier mit Sohn Jan, gehört natürlich dazu.

Außenarbeiten:
Wir haben mit der Grünlandnachsaat begonnen. Hinzu kommen Gras walzen, Mist und Kalk streuen. Aufgrund des unbeständigen Wetters können wir nicht kontinuierlich arbeiten und müssen versuchen die kurzen Phasen, in den wir auf das Land fahren können, optimal auszunutzen.

Freizeit:
Das Osterfest rückt immer näher. Mit meinen Kindern bin ich dabei, Ostereier zu färben und den Osterschmuck anzufertigen.
Die Zimmer der Kinder wurden nebenbei renoviert. Das passt uns natürlich am besten in der Winterzeit, wo nicht soviel los ist im Lohnbetrieb.
Unseren Familien-Skiurlaub haben wir in diesem Jahr in Oberstdorf im Allgäu verbracht. Mein Mann und ich haben zu zweit noch 4 Tage Wellness-Urlaub im bayerischen Wald hinten dran gehängt – Das war sehr erholsam! Die Kinder waren derzeit bei Oma und Opa in Baden-Württemberg in den Ferien.

Gedanken:
Mit den Herstellern über Neuinvestitionen zu verhandeln ist zur Zeit nicht gut für uns. Man wird regelrecht gedrängt sich schnell zu entscheiden, da anscheinend alle Landtechnik-hersteller für diese Saison ausverkauft sind. Eigentlich muss man heute schon eher den Liefertermin aushandeln, als das letzte Prozent beim Kaufpreis herunter zu handeln. Denn die Maschine nützt uns herzlich wenig, wenn sie erst nach der Saison bei uns auf dem Hof steht. Die Preise der Maschinen sind im Vergleich zum letzten Jahr um bis zu 5 % gestiegen. Wenn man auf die vergangenen 5 Jahre zurück blickt, kann man einen massiven Preisanstieg bei Neumaschinen erkennen.

Termine:
Für die Jahres- und Investitionsplanung 2008 sind Gespräche mit der Bank gelaufen. Wir werden in eine neue Großpackenpresse, ein neues Maislegegerät sowie Transporttechnik investieren.

Mist-streuen1
Zurzeit wird Mist gefahren, wenn das Wetter und die Bodenverhältnisse es zulassen.


Tagebucheintrag Nr. 3 vom 11. Januar 2008:

Büro:
Der Januar ist bei uns immer eine sehr ruhige Zeit im Büro. Wir sind gerade dabei, für den Steuerberater den Jahresabschluss vorzubereiten. Ab und an kommen Kundenanfragen zu verschiedenen Dienstleistungen, die ich bearbeite.   

Außenarbeiten:
Wir hatten mehrere Winterdiensteinsätze aufgrund von Schneefall und überfrierender Nässe. Diese Einsätze fährt mein Mann selber. Für einen Kunden, der gerade eine neue Fahrsiloanlage baut, führen wir mit dem Radlader Erdarbeiten durch. Unser Schlosser schaut in der Werkstatt die Maschinen durch, damit wir die benötigten Ersatzteile bestellen können. Außerdem ist jetzt in den Wintermonaten endlich Zeit, um die Werkstatt gründlich aufzuräumen.

Werkstatt-aufräumen
Endlich ist Zeit die Werkstatt aufzuräumen

Silage-Ende-Dezember
Für einen Kunden wurde zwei Tage vor Weihnachten noch der letzte Schnitt einsiliert

Gedanken:
Bei uns war die Häckselsaison so lang wie noch nie. Den 1. Schnitt haben wir am Gründonnerstag, den 4. April, begonnen. Vom 19. bis 22. Dezember haben wir tatsächlich noch den 5. Schnitt eines Kunden einsiliert. Auch die übriggebliebenen Maisstoppeln konnten wir aufgrund des Frostes noch vor Weihnachten mulchen. Eigentlich ist es immer unser Ziel, bis Ende November die Maschinen gewaschen und eingewintert zu haben. Es ist aber auch für uns sehr schön, wenn wir die Wünsche der Kunden erfüllen können.

Freizeit:
Zwischen Weihnachten und Neujahr waren wir einzelne Tage im Erzgebirge im Skigebiet Oberwiesenthal zum Skifahren und Rodeln mit den Kindern. In 1,5 Stunden Autofahrt ist man dort und wir hatten super Ski-Wetter, weil ordentlich Schnee zu dieser Zeit lag.

Seit wir in Sachsen wohnen, haben wir es zum ersten Mal zum Skifahren ins Erzgebirge geschafft. Im Februar wollen wir während der sächsischen Winterferien eine Woche nach Österreich in den Ski-Urlaub. Dies war eine gute Gelegenheit mit unserer kleinen Tochter, die letztes Jahr den ersten Ski-Kurs gemacht hat, noch ein wenig zu üben.

Termine:
Im Moment liegen im Unternehmen keine speziellen Termine an.
Unsere Familie ist Mitglied in einer Narrengruppe in unserer alten Heimat in Baden-Würtemberg. Demnächst fangen dort schon die Umzüge und Brauchtumsabende an. Wir haben uns vorgenommen - soweit es geht - an den Wochenenden daran teilzunehmen.

Oberwiesenthal
Tanja Mücke und ihre Tochter auf der Skipiste


Tagebucheintrag Nr. 2 vom 17. Dezember 2007:

Büro:
Für unsere diesjährige Weihnachtsfeier mussten die Einladungen verschickt und mit der Gaststätte das Menü sowie der Ablauf des Abends besprochen werden.  
Da wir 2 Traktoren verkauft haben, war ich damit beschäftigt die Kaufverträge vorzubereiten sowie den Transport der Maschinen zu organisieren. Nach der Agritechnica sind einige Angebote für neue Traktoren sowie Silagetechnik bei uns eingegangen die ich gemeinsam mit meinem Mann durcharbeite, da wir uns bis Ende diesen Jahres noch entscheiden wollen.Außerdem habe ich für unsere Weihnachtsbesuche Termine mit den Kunden vereinbart. Nebenbei bin ich noch dabei, Preise fürs nächste Jahr zu kalkulieren, womit wir auch noch länger beschäftigt sein werden. Und dann müssen noch die gearbeiteten Stunden der Mitarbeiter aufgelistet werden, damit sie wissen, wie viele Stunden sie frei machen bzw. noch arbeiten müssen.

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Die verkauften Schlepper wurden bereits verladen

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Winterdienst ist bis jetzt nur wenig angefallen

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Die im Winter nicht benötigten Maschinen werden gewaschen und eingewintert

Außenarbeiten:
Für einen Kunden steht immer noch das Silieren vom 5. Schnitt Feldgras aus. Aufgrund der Wetterlage war dies seit Ende November bis jetzt immer noch nicht möglich und wird dieses Jahr wohl auch nicht mehr klappen. Weiterhin haben wir in den nächsten Tagen noch ca. 100 ha Maisstoppeln zu mulchen, dafür müssen wir aber noch auf kälteres Wetter warten, da die Felder nur bei Frost befahrbar sind. Ansonsten haben die Männer angefangen aufzuräumen, die Maschinen zu waschen und einzuwintern. Die verkauften Traktoren wurden diese Woche schon verladen. Winterdienst ist bis jetzt erst wenig angefallen. Wir mussten erst einmal wegen Straßenglätte und Schneefall streuen. Mein Mann ist diese Woche unterwegs auf Kundenbesuchen, wo er Weihnachtsgeschenke verteilt und die Auftragslage des nächsten Jahres bespricht. Wir versuchen jeden Kunden zu besuchen, wenn möglich verschicken wir nichts.

Gedanken:
Wir sind mit dem Jahr sehr zufrieden. Es ist toll gelaufen und den Mitarbeitern, mit denen es keinerlei Probleme gab, gehört ein besonderes Lob ausgesprochen. Die Verhandlungen mit den Landwirten liefen in diesem Jahr problemlos, was ich auf die guten Erntepreise zurückführe. Unsere Kunden waren sehr kooperativ und bereit aufgrund der gestiegenen Dieselpreise auch mehr für die Dienstleistungen zu bezahlen. Die guten Erntepreise sind also auch uns Lohnunternehmern zu Gute gekommen.

Freizeit:
In den letzten 14 Tagen war bei uns viel los. Wir haben viel Zeit damit verbracht, die Geschenkkörbe für unsere Kunden vorzubereiten. Wir haben uns dieses Jahr mal etwas ganz individuelles einfallen lassen. Mein Mann ist gelernter Metzger, er schlachtet und wurstet jedes Jahr in den Wintermonaten in seiner Wurstküche. Für unsere Kunden hat er dieses Jahr verschiedene Wurstsorten in Dosen hergestellt, die ich als Geschenk etikettiert habe. Ich habe Plätzchen gebacken und mit anderen Leckereien in Geschenkkörbe zusammengestellt. Als Ausgleich zum Stress gehe ich 1 bis 2 mal in der Woche vormittags walken, um Energie für den Tag aufzutanken.

Termine:
Ein größerer Termin war unsere Weihnachtsfeier, die mit 40 Personen in einer Gaststätte stattfand. Zu unseren Weihnachtsfeiern laden wir außer unseren Mitarbeitern auch unsere Aushilfsfahrer mit Partner ein. Diesen Anlass nutzen wir auch, um uns bei unseren Aushilfsfahrern für Ihre tatkräftige Unterstützung zu bedanken.
Ansonsten liegt dieses Jahr kein größerer Termin mehr an. Wir haben vieles ins Neue Jahr gelegt, und freuen uns schon auf eine schöne, besinnliche Weihnacht in der Familie.

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Tanja Mücke beim Vorbereiten der Geschenkkörbe für die Kunden


Tagebucheintrag Nr. 1 vom 18. November 2007:

Büro:
Im Moment bin ich dabei die aufgezeichneten Mitarbeiterdaten auszuwerten. Einmal dient das der Kontrolle der Arbeitszeit, bzw. kann ich errechnen, welche Stunden über den Kunden abgerechnet werden konnten und zum anderen habe ich die genauen Stunden, die nicht über den Kunden abgerechnet werden können (Wartung, Pflege, Reparaturen). Diese Daten können wir für unsere zukünftige Preiskalkulation verwenden.
Die Dieselabrechnungen werden nachvollzogen. Wir tanken zum Teil auf unserem Betrieb zum Teil beim Kunden. Jetzt überprüfen wir, ob die getankten Mengen mit den verbrauchten Mengen übereinstimmen. 

Gedanken:
In unserer Region sind einige neue Biogasanlagen geplant. Mein Mann und ich überlegen, ob wir noch für weitere Biogasanlagen arbeiten wie bisher. Bei Biogasanlagen muss allerdings härter kalkuliert werden als für unsere landwirtschaftlichen Kunden, weil die Anforderungen anders sind. Hinzu kommt, dass unsere Maschinen sehr gut ausgelastet sind. Würden neue Kunden dazu kommen, müssten wir erheblich investieren.

Büro
Zurzeit überprüft Tanja Mücke die über das Jahr verbrauchten Dieselmengen der Maschinen.

4.-Schnitt-Gras
Für einen Kunden wird noch Gras gehäckselt - Im November!

Außenarbeiten:
Unsere Mitarbeiter sind dabei, die Maschinen zu säubern und zu reparieren. Dann werden sie eingewintert.
Für einen Kunden sollten wir noch 300 ha Gras einsilieren. 70 ha haben wir bisher geschafft. Das Wetter  hat die Erntearbeiten allerdings mehrfach unterbrochen. Jetzt müssen wir überlegen, ob wir das Gras noch silieren können oder die Flächen gemulcht werden müssen.

Freizeit:
In meiner Freizeit gehe ich einmal in der Woche zum Sport.
Nach der Schule kümmere ich mich um die Kinder. Dadurch, dass in Sachsen die Ganztagesschule angeboten wird, habe ich den Vormittag bis 14 Uhr für mich alleine. In dieser Zeit kann ich mich den Büroarbeiten widmen. Nachmittags kann ich für meine Kinder da sein. Diese Aufteilung ist für mich optimal. Parallel muß auch noch der Haushalt bewältigt werden, was dann hin und wieder auf die Abendstunden geschoben wird.

Termine:
Mein Mann war auf Geschäftsreise in den USA. Deshalb haben wir es leider nicht geschafft zusammen zur Agritechnica nach Hannover zu fahren. Einer muss zu Hause sein, wenn die Kinder von der Schule kommen. Für unsere Mitarbeiter haben wir jedoch einen Kleinbus angemietet, so dass Sie alle gemeinsam zur Agritechnica fahren konnten.
Ich hätte mir gerne die neue Technik angeschaut. So musste ich mir in diesem Jahr die Informationen aus der Fachpresse und den Homepages der Hersteller holen. Mir persönlich gefällt die DeLuTa besser, da dort außer Technik auch Fachvorträge und für die LU- Frauen ein spezielles Programm angeboten wird.

Maisstoppel-mulchen
Einige Kunden lassen die Maisstoppeln mulchen. Eine Maßnahme gegen den Maiszünsler.


Vorstellung der LU-Web-Tagebuch Autorin Tanja Mücke:

Geb. 07. Dezember 1969

Werdegang:

  • 1985 Realschulabschluss
  • 1985-1988 Ausbildung als Verwaltungsfachangestellte im öffentlichen Dienst
  • 1989 Heirat Timo Mücke (3 Kinder 18,12,7 Jahre)
  • 1998 Einstieg ins Lohnunternehmen im Nebenerwerb
  • Teilnahme verschiedener Weiterbildungen
  • 2000 Vollzeitbeschäftigung im Lohnunternehmen

Aufgaben im Betrieb:

  • Buchhaltung
  • Mitarbeiterführung
  • Kundenbetreuung
  • Organisatorisches

Porträt

Das Lohnunternehmen Mücke in Reppen/Sachsen wurde 1998 gegründet und anfangs im Nebenerwerb vom Inhaber Timo Mücke geführt. Er zog 2000 von Reutlingen in Baden-Württemberg nach Reppen, weil die Arbeit zunahm.
In dieser Zeit lebte Tanja Mücke mit ihren Kindern noch in Reutlingen. Von dort aus erledigte sie die Büroarbeiten und Buchhaltung für das Lohnunternehmen. Im Jahr 2003 ist sie dann mit den Kindern zu ihrem Mann nach Sachsen nachgezogen: „Dieser Schritt war notwendig, denn die Arbeit wurde immer mehr. Seit dieser Zeit übernehme ich neben der Buchhaltung auch die Mitabeiterführung, Kundenbetreuung und die Organisation.

Umzug von Baden-Württemberg nach Sachsen

Alle Telefonate laufen tagsüber bei mir zusammen“, erklärt Tanja Mücke ihren Umzug nach Sachsen. Für die Kinder war der Schritt nach Sachsen anfangs nicht leicht, denn die Freunde mussten zurückgelassen werden. Heute fühlen sie sich allerdings sehr wohl, denn in der Ganztagesschule konnten sie schnell neue Freundschaften schließen.
Timo Mücke ist während der Saison ständig draußen im Einsatz und fährt zum Teil die Maschinen selbst. „Die meisten telefonischen Kundenanfragen beantworte ich deshalb, wenn es zum Beispiel um Preise geht. Geht es ins Detail, z.B. bei Ernteverfahren, leite ich das Gespräch weiter an meinen Mann“, sagt Tanja Mücke.
Heute werden sämtliche Futtererntedienstleistungen vom Mähen bis zur Komplettsilage angeboten. Weitere Dienstleistungen sind das Streuen von organischen Düngern, landwirtschaftliche Transportarbeiten, Mulchen, Maislegen sowie Winterdienst. Zusätzlich  übernimmt Tanja Mücke ebenfalls die Buchhaltung für die Nährstoff-Service Reppen GbR, die mit 2 Holmern Gülle ausbringen.

An der Ausbildung beteiligt

Der Betrieb Mücke bildet zur Fachkraft Agrarservice aus. „Die Bereiche Kostenkalkulation, Mitarbeiterführung und Abrechnung hat der Auszubildende mit mir im Büro erarbeitet. Der Schwerpunkt seiner Ausbildung sind allerdings schon die Außenarbeiten gewesen“, so Tanja Mücke. Der Auszubildende hat im Sommer seinen Abschluss gemacht und konnte übernommen werden.
Das Lohnunternehmen Mücke nutzt die Zeiterfassung über Handhelds und die Software ESL von Schmidt-Meier. Jeder Mitarbeiter hat einen Handheld in dem er jeden Tag seine Arbeitszeit und die Auftragszeit aufzeichnet.
Wöchentlich werden die Daten ausgelesen und Tanja Mücke muss überprüfen, ob alle Daten in Ordnung sind: „Es kann schon vorkommen, dass ein Mitarbeiter vergisst die Pause zu deaktivieren. Das muss ich dann im nach hinein manuell am Rechner machen, weil ansonsten die Arbeitstunden und die Auftragsstunden nicht mehr zusammenpassen. Ich überprüfe die Daten möglichst zeitnah, weil ich so Fehler schneller nachvollziehen kann und die Mitarbeiter wissen noch, was sie gemacht haben.“
Das System wird seit 2 Jahren im Betrieb eingesetzt. „Wir sind sehr zufrieden damit, die Auftragszeit kann nun mit dem Kunden genau abgerechnet werden. Wenn eine Anfrage oder eine Reklamation Seitens des Kunden kommt, können wir genau dokumentieren bzw. nachweisen, wie viele Stunden wir für ihn gearbeitet haben und das auf Knopfdruck.“ Auch zur Preiskalkulation sei dieses Programm sehr hilfreich. „Das trennen von Arbeitszeit und Auftragszeit ist ein wichtiger Faktor bei der Kalkulation von Preisen“, meint Tanja Mücke.
Die Mitarbeiter erhalten jede Woche die Stundenauswertung und können diese ihrerseits noch einmal überprüfen.

Auch die Maschinen führen ein Tagebuch

Für jede Maschine wird eine Art Tagebuch geführt. Dort wird eingetragen, wie viele Stunden die Maschine eingesetzt, wie viel getankt, was repariert und welche Ersatzteile verwendet wurden. Die Auswertung dieser Bücher wird in der Regel zu Ende des Jahres durchgeführt. „Unser Ziel ist es immer vor Weihnachten mit der Auswertung fertig zu sein. Dann können wir einen Schnitt machen und über die Feiertage mal richtig abschalten“, so Tanja Mücke.
Die 4 festen Mitarbeiter sammeln über das ganze Jahr ihre Überstunden an und feiern sie von Mitte Dezember bis Mitte Februar ab.


Hier lesen Sie, was bei den anderen LU-Frauen passiert ist:

Maria Nagel

Elisabeth Heller

Ulrike Grote

 

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18.11.2007 - Plischke
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