|
|
Tagebucheintrag Nr. 9 vom 4. Juli 2008:
Außenarbeiten: Wir haben letzten Montag angefangen die Gerste zu dreschen und sind damit, wenn das Wetter trocken und warm bleibt, noch bis Freitag/Samstag beschäftigt. Danach wird es wahrscheinlich direkt mit dem Raps weitergehen und der Weizen wird so wie es aussieht in diesem Jahr auch schon sehr früh reif sein. Insgesamt haben wir 9 Mähdrescher im Einsatz, davon 6 hier bei uns in Sulzfeld und 3 an unserem Standort in Reppichau. Da meist nicht vor 10 Uhr angefangen wird zu dreschen, kommen unsere Mitarbeiter um halb acht und fangen dann an, die Maschinen für den Einsatz vorzubereiten. Abends wird selbstverständlich so lange gedroschen wie es geht. |
 Letzte Woche waren alle Mähdrescher im Einsatz.
|
|
 Strohbergung und Transport ist mittlerweile ein fester Bestandteil im LU Heller.
|
Ferienwohnungen: Auch hier ist zurzeit Hochsaison, da in Nordrhein-Westfalen Sommerferien sind und viele unserer Gäste dort her kommen. Der Swimmingpool ist bei der Hitze ein besonders beliebter Treffpunkt.
Gedanken: Das trockene und warme Wetter ist zwar toll für die Getreideernte, für etwas Regen würden wir aber gerne auch mal ein bis zwei Tage Pause hiermit machen. Die Zuckerrüben und der Mais brauchen dringend Wasser. Besonders der Mais sieht hier bei uns nicht gut aus. Nachdem er aufgrund der sehr feuchten Witterung im Frühjahr sehr spät in den Boden kam, war es danach viel zu trocken. Normalerweise schließt sich bei uns an die Getreideernte mit nur knapp einer Woche Pause die Maisernte und das Vorbereiten für das Rübenroden an. In diesem Jahr könnten wir, wenn es so weiter geht, eventuell etwas mehr Zeit zum Luft holen haben. |
|
Büro: Im Büro ist zurzeit eher wenig zu tun. Die gewöhnlichen Sachen wie Rechnungen schreiben usw. laufen natürlich weiter. Die Planung des Mähdrusches machen mein Mann und ich. Die Tatsache, dass wir größtenteils nur für Großbetriebe dreschen, macht dies sehr einfach. So haben wir zum Beispiel einen Mähdrescher, der komplett für einen Betrieb in Thüringen in 30 km Entfernung drischt. Dieser bleibt dann für die gesamte Druschsaison auf dem Betrieb. Wenn man für zu viele kleine Betriebe drischt, sind die Mähdrescher einfach zuviel auf der Straße unterwegs und es fallen oft Wartezeiten auf dem Feld an, da die Betriebe mit dem Abfahren nicht hinterher kommen.
Freizeit: Mein Mann ist zurzeit „freizeitlos", das Dreschen steht hier ganz im Vordergrund. Ich schaffe es gelegentlich, mir am Nachmittag eine Stunde Zeit zum Tennis spielen frei zu machen. |
 Das Dreschen für viele kleine Betriebe versuchen Hellers mittlerweile zu umgehen. Oftmals passen hier die Dimensionen einfach nicht mehr zueinander...
|
|
Tagebucheintrag Nr. 8 vom 30. Mai 2008:
Außenarbeiten: Zurzeit sind wir am Heu und Silage bergen. Der Bewuchs ist durch die Frühjahrsfeuchtigkeit ziemlich gut und die Grasernte ist vielversprechend angelaufen. Allerdings fehlen noch die Flächen, die nach den Wiesenbrüterprogrammen aus dem Kulturlandschaftsprogramm bewirtschaftet werden. Diese Flächen dürfen erst ab dem 1. Juni bzw. manche ab dem 15. Juni gemäht werden. |
 Momentane Hauptaufgabe im Lohnunternehmen ist die Grassilageernte.
|
|
 Der Aufwuchs der Flächen ist in diesem Jahr durch die Feuchtigkeit im Frühjahr sehr gut.
|
Wir bieten die komplette Häckselkette sowie Rund- und Quaderballen für Heu und Silage an. Gut angenommen wird auch die MultiBale von Krone, die den Quaderballen bereits in kleine Portionen unterteilt. Besonders für die Pferdehalter, die kleine Mengen brauchen, ist dies eine praktische Sache.
Büro: Im Büro läuft alles seinen Gang. Neben Aufträgen annehmen und Rechnungen schreiben, organisiere ich die Grünfutterernte: welche Presse muss wohin, welcher Mitarbeiter fährt welche Maschine usw.
|
|
Gedanken: Rüben und Mais sind nun restlos im Boden. Jetzt braucht alles dringend Wasser. Im Gegensatz zum südlichen Bayern hat es bei uns fast gar nicht geregnet. Wenn es weiterhin so trocken bleibt, dann können wir Ende Juni vielleicht schon die Gerste dreschen.
Ferienwohnungen: Zurzeit haben wir Familien mit kleinen Kindern zu Gast. Danach wird’s im Juni erstmal ruhiger, da noch keine Ferien sind. Unsere Gäste kommen zum größtenteils vor allem aus Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg, daher hoffe ich, dass es in der Hauptferienzeit noch mehr wird. |
 Auch das Walzen der Silomieten wird vom Lohnunternehmen Heller ducrhgeführt.
|
|
Tagebucheintrag Nr. 7 vom 2. Mai 2008:
Außenarbeiten: Bei uns regnet es eigentlich jeden Tag. Die Rüben haben wir jetzt allerdings bis auf ca. 10% im Boden. Auf einzelne Flächen kommen wir jedoch immer noch nicht drauf, da dort immer noch Wasser steht. Beim Maislegen sieht es ähnlich aus. Die Arbeiten waren und sind mit vielen Unterbrechungen verbunden.
Büro: Die ganze Organisation und Planung für das Rüben und Mais säen geht über das Büro. Dies mache ich mit Excel-Listen. Da wir nun fast fertig damit sind, stehen die Abrechnungen für die Säarbeiten an. |
 Das Maislegen war im im Lohnunternehmen Heller in diesem Jahr mit vielen Unterbrechungen verbunden
|
|
 In der Hoffnung auf gutes Wetter wird der Swimmingpool gereinigt.
|
Ferienwohnungen: Nächste Woche fangen bei uns die Pfingstferien an. Deshalb wollen wir heute das Schwimmbad säubern, damit wir Wasser reinlassen können und es – in der Hoffung auf Sonne- bis nächste Woche durch die Solarkollektoren aufgewärmt ist.
Freizeit: Am 1. Mai waren wir in München auf den BMW-Open. Meine Damen-Tennis-Mannschaft hat bei einem Fotowettbewerb mitgemacht und da haben wir die Eintrittskarten für das Tennisturnier gewonnen. Wir sind mit dem Zug hingefahren und es war sehr schön. Mein Mann war als einziger Mann zwischen 11 Damen auch mit dabei. |
|
Gedanken: Das Rübensäen verlief in diesem Jahr sehr zäh und war mit vielen Unterbrechungen verbunden. Es kam eigentlich immer wieder das Wetter dazwischen. Ich hoffe, dass das Wetter jetzt endlich besser wird. Wir hatten keinen richtigen Winter, aber auch keinen richtiges Frühjahr. Im Winter war’s nicht richtig kalt und jetzt fehlt die Wärme.
Termine: Bis zum 15. Mai muss ich den Mehrfachantrag für die Stilllegungsprämien, Ausgleichsmaßnahmen etc. fertig stellen. Da dies eine so unliebsame Arbeit ist, neige ich dazu dies vor mir herzuschieben. |
 Die Außenarbeiten wurden im letzten Monat durch das Rübensäen dominiert. Durch die ungünstige Witterung ging dies in diesem Jahr nur zäh voran.
|
|
Tagebucheintrag Nr. 6 vom 11. April 2008:
Termine und Freizeit: Mein Mann hatte gerstern Geburtstag, er wurde 50 Jahre alt. Zu diesem Anlass feiern wir heute ein großes Fest mit 160 Personen in unserer Maschinenhalle. Mit so vielen Personen zuhause zu feiern bedingt unglaublich viel Organisation, daher haben die Vorbereitungen in der letzten Zeit fast alles andere verdrängt. Auch gestern standen den ganzen Tag Besuche von Freunden, Bekannten und Firmenabgesandten an, die zum gratulieren kamen. |
 Kein roter Teppich für den Chef - ein grauer tuts auch!
|
|
 Die Mitarbeiter haben eine Flex-Show für die Geburtstagsfeier einstudiert auf "Smoke on the water" und "We will rock you".
|
Außenarbeiten: Wir warten auf gutes Wetter und stehen in den Startlöchern zum Rübensäen. Letzte Woche hatten wir bereits einen Tag angefangen zu säen, am nächsten Tag hat es allerdings wieder geregnet und seit dem stehen die Maschinen wieder still. Unsere Mitarbeiter helfen alle fleißig bei den Vorbereitungen für die große Feier. Sie richten die Halle mit her, tragen Gläser und Geschirr von rechts nach links und vieles mehr. Jeder ist mit in die Vorbereitungen eingespannt.
Gedanken: Letztes Jahr haben wir um den 26. März angefangen die Zuckerrüben zu säen und waren um diese Zeit schon fertig damit, weil das Wetter fast durchgehend gut war. In diesem Jahr kommen wir nicht weiter. Wenn es dann endlich losgehen kann, muss auch der Mais gelegt werden und dann muss alles auf einmal in den Boden. |
|
Büro: Im Büro läuft im Moment nur das übliche. Da ich die letzten 2 Wochen aber fast ausschließlich mit Geburtstagsvorbereitungen beschäftigt war, stapelt sich schon wieder einiges. Nächste Woche steht mir im Büro somit einiges bevor. Unser Praktikant ist diese Woche in unserem Betrieb in Sachsen-Anhalt, da von dort die gesamte Stroh-Logistik erfolgt, womit er sich bei uns beschäftigen soll. |
 Die Tischdekoration für den Lohnunternehmer!
|
|
Tagebucheintrag Nr. 5 vom 14. März 2008:
Büro: Den Jahresabschluss haben wir soweit fertig gemacht und zum Steuerberater geschickt. In zwei bis drei Wochen kommt abschließend noch die Bilanzbesprechung. Was wir bisher gesehen haben, ist positiv. Die Zahlen für das letzte Jahr stimmen. Wir haben einen Praktikanten eingestellt, der seine Meisterarbeit auf unserem Betrieb machen will. Er wird für uns das Thema „Strohlogistik“ durchleuchten. Geplant ist eine Person einzustellen, die unseren Betriebsleiter in Sachsen-Anhalt entlasten soll. In Bayern ist heute der letzte Schultag vor den Osterferien. Jetzt kommen die ersten Feriengäste. Wir sind fast komplett ausgebucht, allerdings nur über die Ferienzeit. Danach wird es wieder ruhiger. |
 Zurzeit ist Elisabeth sehr viel im Garten beschäftigt. Für sie ist das ein schöner Ausgleich zur Büroarbeit.
|
|
 Die neue Zapfsäule muss noch gesetzt werden, dann ist die Tankstelle rechtzeitig zur neuen Saison fertig.
|
Außenarbeiten: Bei uns regnet es seit Tagen in Strömen. Wir haben bislang, bis auf Kalk streuen an Tagen, als der Boden gefroren war, keine Außenarbeiten in Sulzfeld durchgeführt. Wir haben allerdings auch noch keinen großen Druck, denn die Saison beginnt hier erst richtig mit der Rübensaat. Ich gehe davon aus, dass wir in 10-14 Tagen damit starten. Die Zapfsäule unserer neuen Tankstelle wurde gesetzt. Die Sägeräte sind hergerichtet und auch sonst sind wir mit den Reparaturarbeiten im Zeitplan, da können dann noch andere Arbeiten eingeschoben werden, wie z.B. das Durchsehen der Fahrräder, Tretschlepper und Kettcars, die für unsere Feriengäste zur Verfügung stehen. In den letzten Wochen fanden unsere Mitarbeiter auch Zeit und Muse einen altes Fendt Dieselross, das kurz vor dem Verschrotten stand, zu einem voll funktionsfähigen Prachtstück herzurichten. Das ist neben unserem Eicher nun schon der zweite Oldtimer und sicher nicht der Letzte, denn Jochen begeistert sich zunehmend für dieses „Hobby“. |
|
Freizeit: Zurzeit bin ich viel draußen im Garten beschäftigt. Für viele ist das Arbeit – für mich ist das Ausgleich zur Büroarbeit. Bei uns ist im Lohnunternehmen noch „tote Hose“. Also versuche ich, diese ruhige Zeit so gut es geht zu genießen.
Termine: Mitte März werde ich zur Bundesverbandssitzung der Lohnunternehmer nach Suthfeld fahren. Im April feiert mein Mann seinen 50. Geburtstag. Das Fest wirft seine Schatten voraus. Insgesamt erwarten wir ca. 150 Gäste. Wir werden in einer Maschinenhalle feiern, die bis dahin noch hergerichtet werden muss. Die Musik ist bestellt, das Essen bekommen wir von einem Partyservice. Es bleibt aber auch für mich noch genügend zu erledigen und zu organisieren. Viele Gäste haben eine lange Anreise und bleiben über Nacht – wie gut dass wir unsere Ferienwohnungen haben. |
 Die Mitarbeiter haben ein schrottreifes Dieselross restauriert. Das Ergebnis überzeugt und lässt den jüngeren Bruder schon beinahe alt aussehen!
|
|
Tagebucheintrag Nr. 4 vom 15. Februar 2008:
Büro: Im Büro müsste ich eigentlich einmal richtig aufräumen. In den letzten Tagen hat sich schon wieder einiges angesammelt. Außerdem habe ich ein paar unliebsame Arbeiten seit dem Jahresanfang aufgeschoben, die erledigt werden müssen. Für heute habe ich mir vorgenommen, die vielen Versicherungsabrechnungen, die zur Zeit reinkommen, zu sortieren, abzuheften und zu kontrollieren.
Außenarbeiten: Wir bauen gerade eine neue Tankstelle. Bis jetzt war das Dieselfass in der Maschinenhalle, aufgrund der Auflagen, müssen wir jetzt aber eine neue Tankstelle bauen. Dafür wurde betoniert und das Fass aufgestellt. |
 Für die neue Tankstelle musste eine Betonplatte gegossen werden.
|
|
 Andrea von Eijden und Elisabeth Heller beim Frauenseminar in Ingolstadt.
|
Diese baulichen Maßnahmen sind immer gute Winterarbeiten, wenn auf den Feldern noch nichts anliegt. Ansonsten sind die Männer immer noch ausreichend in der Werkstatt beschäftigt.
Gedanken: Das LU- Frauenseminar, das vom 12. bis 14. Februar stattfand, hat mir gut gefallen. Auch die anderen Teilnehmerinnen waren begeistert. Die Anmeldungen waren schleppend angelaufen, so dass wir erst befürchtet hatten, dass es ausfällt. Schlussendlich waren wir dann aber doch 15 Frauen, eine Teilnehmerin kam sogar aus der Schweiz. |
|
Freizeit: Unser Ski-Urlaub war sehr schön. Wir hatten ganz tolles Wetter mit Neuschnee und Sonnenschein, also super Wetter zum Skifahren.
Termine: Wie jedes Jahr haben wir die Arbeit im Lohnunternehmen nach dem Winterurlaub am 21. Januar mit einem Weißwurstessen eingeleitet, wo dann alle zum ersten Mal zusammen kamen. Ich habe mir vorgenommen bis Mitte März die Vorarbeiten für die Bilanz den Jahresabschluss abgeschlossen zu haben, damit ich dann die erforderlichen Unterlagen zum Steuerberater bringen kann. Unser Ziel ist es, die Bilanz noch in der ersten Jahreshälfte fertig zu haben. |
 Elisabeth Heller und ihr Mann Joachim Heller waren bei bestem Wetter einige Tage im Skiurlaub.
|
|
Tagebucheintrag Nr. 3 vom 18. Januar 2008:
Büro: Im Büro ist nach dem Jahreswechsel relativ viel zu tun. Lohnabrechnungen und die Umsatzsteuermeldung müssen gemacht werden. Außerdem schaue ich die Ordner und Akten durch. Ich aktualisiere einiges und vernichte Akten, die über 10 Jahre alt sind. Im Januar ist für solche Dinge Zeit, weil draußen noch nichts anliegt.
Außenarbeiten: Die Arbeit im Lohnunternehmen startet erst nächste Woche wieder. Wir läuten die Arbeit jedes Jahr mit einem Weißwurst-Essen ein. Vormittags kommen dann alle zusammen, es gibt Weißwurst und dabei wird besprochen, was anliegt im Jahr. Im Moment sind die Mitarbeiter alle noch im Urlaub. Nächste Woche geht es dann für einige in der Werkstatt mit den Reparaturarbeiten los. |
 Mitarbeiterin Sabine Fuchs bei der Büroarbeit
|
|
 Ehemann Joachim Heller versorgt morgens die Pferde.
|
Ferienwohnungen: Jetzt ist die beste Zeit für Renovierungsarbeiten. Diese werden ab nächster Woche ebenfalls von unseren multi-talentierten Mitarbeitern (gelernter Maurer, gelernter Schreiner und begabte Heimwerker) durchgeführt. Meine Hauswirtschafterin ist zur Zeit mit der gründlichen Reinigung beschäftigt und ich kontrolliere und ergänze das Inventar.
Freizeit: Der kurze Ski-Urlaub mit unseren Töchtern in Österreich in Schladming war sehr schön. Das Tennis-Spielen ein- bis zweimal die Woche lasse ich mir nach wie vor nicht nehmen. Ansonsten nehme ich mir jetzt auch wieder mehr Zeit, mich zum Lesen an den Kachelofen zu setzen. Unsere Tiere, besonders die 7 Pferde, wollen neben all der Arbeit versorgt werden. Wenn wir nicht da sind, haben wir zum Glück einen ehemaligen Mitarbeiter und meine Schwiegermutter, die uns dort aushelfen. Im Moment übernimmt mein Mann das morgendliche Füttern, aber ausmisten müssen dann die Töchter nach der Schule. Nur in Ausnahmefällen werden Sie dabei von einem Mitarbeiter unterstützt. |
|
Gedanken: Nach vielen Jahren soll in Bayern wieder einmal ein Seminar für Lohnunternehmerinnen durchgeführt werden. Da ich durch meine berufliche Arbeit viele Kontakte zu guten Referenten habe, half ich Andrea von Eijden bei der Organisation. Das Seminar zum Thema Büroorganisation findet vom 12. – 14. Februar in Ingolstadt statt. Wir haben ein tolles Programm auf die Füße gestellt. Ich bin schon angemeldet und würde mich freuen, ganz viele Kolleginnen zum Gedankenaustausch zu treffen. Es dürfen übrigens auch „Nicht-Bayern“ kommen. Nähere Informationen gibt es hier.
Termine: Wir haben im Moment viele Termine mit Vertretern, bei denen es um Maschinenkäufe und Garantieverhandlungen usw. geht. Heute kommt zum Beispiel jemand von der Firma Krone, gestern war der Geschäftsführer von Holmer da. |
 Besprechungsrunde mit Vertretern der Firma Krone
|
|
Tagebucheintrag Nr. 2 vom 21. Dezember 2007:
Büro: Im Büro erledige ich im Moment mit Blick auf das Weihnachtsfest die letzten Überweisungen, schreibe die noch übrig gebliebene Weihnachtspost und räume meinen Schreibtisch auf. Da unser Dorf und besonders wir kaum Aussicht darauf haben, demnächst DSL zu bekommen, wurde heute noch eine Antenne für Sky-DSL installiert.
Außenarbeiten: Draußen herrscht bei uns schon völlige Ruhe. Unsere Mitarbeiter sind seit diesem Mittwoch im Weihnachtsurlaub. Die Maschinen stehen bereits gewaschen in der Halle. Es geht jetzt auf Weihnachten zu, was wir uns alle verdient haben. Am 21. Januar starten wir wieder mit den Reparaturarbeiten in der Werkstatt. Ein Teil unserer Mitarbeiter ist dann aus dem Urlaub zurück. Die restlichen Männer werden in dieser Zeit noch weiter ihre Überstunden abbummeln. |
 Frau Heller beim Zubereiten des Adventsschmucks
|
|
 Winterliche Aussicht vom Lindleshof
|
In den Ferienwohnungen war von Mitte November bis Weihnachten völlige Ruhe eingekehrt. Mit Ausnahme von 2 Ehepaaren, die noch spät wandern wollten standen alle Wohnungen leer. Über Weihnachten herrscht wenig Nachfrage, aber über Sylvester ist dann wieder absolute Hochsaison. Unser Hof liegt höhenmäßig über dem 2 km entfernten Dorf und wenn das klare kalte Wetter anhält, haben wir eine tolle Aussicht auf die Feuerwerke der Anderen.
Gedanken: Bei uns stellt sich im Moment vor allem die Frage, wie es mit den Zuckerrüben weitergeht. Wir schätzen, dass hier in Sulzfeld ca. 25-30 % der Flächen wegfallen, was Einfluss auf unsere Maschinenausstattung hätte. Rund um unseren Betrieb im Osten fallen aufgrund der Fabriknähe und der besseren Bodenverhältnisse voraussichtlich weniger Flächen weg. Um besser kalkulieren zu können, haben wir einen Serienbrief an unsere Kunden herausgeschickt. Wir bitten sie, uns mitzuteilen, ob sie ihre Kontingente zurückgeben, verpachten oder weiterbewirtschaften. |
|
Freizeit: Diese Woche ist komplett mit Festivitäten ausgebucht: jede Menge Weihnachtsfeiern, ein Geburtstag sowie eine Verabschiedung. Hinzu kommen die Weihnachtsvorbereitungen und der Privathaushalt will ja nebenher auch noch erledigt werden.
Termine: Dieses Jahr liegen keine größeren Termine mehr an. Am Dienstagabend fand unsere Weihnachtsfeier statt. Wir sind mit unseren Mitarbeitern und ihren Frauen essen gegangen. In Sulzfeld waren wir insgesamt 30 und in Sachsen-Anhalt 35 Personen. Einen Abend vor Urlaubsbeginn ist dies ein schöner Saisonabschluss und wir freuen uns nun alle auf ein paar ruhige Weihnachtstage. Nachdem unsere Mädels an Sylvester ihre eigenen Wege gehen, feiern wir mit Freunden. Gehen schön zum Essen und spielen dann Canasta bis Mitternacht, da vergeht die Zeit wie im Flug. Am 01. Januar fahren wir dann in den Skiurlaub nach Österreich. Da unsere Töchter noch mitfahren, müssen wir dafür die Ferienzeit wählen. |
 Beim Skiurlaub im letzten Jahr
|
|
Tagebucheintrag Nr. 1 vom 25. November 2007:
Büro: Wir haben unsere Bürosoftware umgestellt. Das hat dazu geführt, dass sich die Rechnungen etwas aufgestaut haben. Wir sind im Moment dabei, die aufgezeichneten Daten der Mitarbeiter aus zu werten. Jeder hat einen eigenen Palm, in den er die Arbeits- und Auftragszeiten aufzeichnet. Diese Daten werden ins Rechnungsprogramm eingespielt, müssen aber noch kontrolliert und abgestimmt werden.
Außenarbeiten: Die Rübenernte ist in Sulzfeld abgeschlossen. In unserem Betrieb in Sachsen-Anhalt sind nur noch Restflächen zu roden. Zum Teil werden noch Kalk gestreut und einige Maisflächen gedroschen. |
 Die Rübenernte ist im Lohnunternehmen Heller so gut wie abgeschlossen. Jetzt überlegen Elisabeth und Joachim Heller, wie sie mit der abnehmenden Rodefläche im nächsten Jahr umgehen sollen.
|
|

|
Zurzeit sind die Mitarbeiter hauptsächlich damit beschäftigt, die Maschinen zu reinigen und winterfest zu machen. Einige Mitarbeiter bauen bereits ihre Überstunden ab.
Gedanken: Einige unserer bisherigen Zuckerrübenkunden werden ihre Quote zurückgeben. Die Zuckerfabrik hat ihnen ein gutes Angebot zum Ausstieg aus der Rübe unterbreitet. Gerade für die Betriebe, die weit von der Rübenfabrik entfernt sind, wird sich der Anbau aufgrund der Transportkosten nicht mehr rechnen. Für uns heißt das, dass wir im nächsten Jahr mit weniger Rodefläche kalkulieren müssen. Wir haben bereits im letzten Jahr zwei Roder weggegeben und nur einen neuen dazugekauft. Jetzt stellt sich die Frage, ob wir diesen Schritt im nächsten Jahr noch einmal vollziehen müssen.
|
|
Freizeit: Die Tage werden kürzer. Ich sitze gerne abends auf der Kachelofenbank und lese ein gutes Buch. Ein- bis zweimal in der Woche gehe ich außerdem Tennisspielen. Das ist für mich ein guter Ausgleich zur sitzenden Tätigkeit im Büro.
Termine: Die Agritechnica war für uns wieder sehr interessant. Zum Einen haben wir wieder viele Kollegen auf dem Stand des BLU getroffen. Zum Anderen haben wir interessante Gespräche mit den Herstellern führen können und uns über neue Technik in den BereichenRübenroder und Traktoren informiert. |
 Zwischendurch hat ein Mitarbeiter geheiratet. Die Kollegen ließen es sich nicht nehmen, ihn mit einem Maishäcksler zu empfangen.
|
|
Vorstellung der LU-Web-Tagebuch Autorin Elisabeth Heller:
Geb. 14.05.59 in Ansbach
Werdegang:
-
1975 Mittlerer Bildungsabschluss 2 Jahre Berufsausbildung ländliche Hauswirtschaft
-
1977-1980 Fachakademie für Hauswirtschaft und Ernährung in Triesdorf, Abschluss: Fachlehrerin für Hauswirtschaft und Ernährung
-
1980 Eintritt in den Staatsdienst als Fachlehrerin für den fachpraktischen Unterricht in den Landwirtschaftsschulen, Abt. Hauswirtschaft
-
1984 Heirat Joachim Heller, gemeinsamer Einzug auf dem Lindleshof, Gründung des Lohnunternehmens, Ausbau von Ferienwohnungen
-
1989 Geburt von Tochter Theresa – Beurlaubung vom Staatsdienst
-
1992 Geburt von Tochter Sophie, Gründung des Lohnunternehmens in Sachsen-Anhalt
-
2005 Ende der Beurlaubung, Wiederaufnahme der beruflichen Tätigkeit für 10 Wochenstunden
Aufgaben im Betrieb:
|

|
Das Lohnunternehmen Heller in Sulzfeld in Bayern entstand im Jahr 1984. Der heutige Firmeninhaber Joachim Heller zog mit seiner Frau Elisabeth in dieser Zeit auf den jetzigen Betriebssitz und begann dort mit den landwirtschaftlichen Dienstleistungen Kalkstreuen und Zuckerrübenernte. 1992 wurde eine Zweigstelle in Sachsen-Anhalt gegründet. Heute arbeiten insgesamt 22 festangestellte Mitarbeiter für das Lohnunternehmen Heller. Allein im Betrieb in Reppichau in Sachsen-Anhalt sind 15 Personen beschäftigt. Elisabeth Heller ist für das Büro im Betrieb Sulzfeld zuständig: „Bis auf die Lohnabrechnung erledige ich sämtliche Arbeiten, die im Büro anfallen. Dazu gehören die Buchführung, die Rechnungsstellung, Schriftverkehr, Organisation der Rübenroder und Absprache mit den Kunden. Mein Mann und ich haben uns die Maschinen-Organisation aufgeteilt. Eine Bürokraft hilft mit 12 Wochenstunden die Arbeit zu bewältigen."
Kunden im Umkreis von 100 km
Heute werden in den beiden Betrieben sämtliche landwirtschaftliche Dienstleistungen bis auf Bodenbearbeitung angeboten. Im Ostbetrieb wird zusätzlich mit Stroh gehandelt. „Mit unserem Betrieb in Sulzfeld bedienen wir Kunden in einem Umkreis von ca. 60 km, was die landwirtschaftlichen Dienstleistungen angeht. Wir roden allerdings auch für die Südzucker-Betriebe, und dort fahren wir dann bis zu 100 km weit“, so Elisabeth Heller. In Sulzfeld wird mit drei Rübenrodern gearbeitet, in Reppichau kommen ebenfalls 3 Roder zum Einsatz. Insgesamt werden vom Lohnunternehmen 3500 ha gerodet. Alle Mitarbeiter sind seit 2005 mit Palms ausgestattet. Mit diesen werden die Auftragsdaten und die Arbeitszeiten aufgezeichnet.
Ferienwohnung zu vermieten
Als weiteres Standbein bietet Elisabeth Heller Ferienwohnungen an. „Die Gebäude auf unserem Betrieb sind sehr groß. Wir haben viel Platz und deshalb bot es sich an, Ferienwohnungen einzurichten“, erklärt Elisabeth Heller. Sie ist für die Vermietung der Wohnungen zuständig. 1984 wurde mit drei Ferienwohnungen begonnen, heute sind es sieben. „Schwerpunktzeiten sind bei uns die Ferien. Zu uns kommen vor allem Familien mit Kindern. Wir haben viel kulturelles Angebot in der Umgebung. Unser Hof liegt sehr idyllisch. Die Kinder finden schnell Anschluss und können sich gut allein beschäftigen mit Ponyreiten und Baden im Swimmingpool. Die Eltern haben ihre Ruhe“, erklärt Elisabeth Heller ihr Vermietungsgeschäft. Ihre Gäste kommen aus ganz Deutschland. www.lindleshof.de
Beitrag empfehlen
26.11.2007
-
Björn Anders Lützen
|